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CEDEFOP

Das Europäische Institut für Berufsbildung informiert über aktuelle Entwicklungen der Berufsbildung in den europäischen Ländern.

Lebenslanges Lernen europaweit vergleichbar machen

Als Übersetzungsinstrument zwischen Bildungssystemen zwischen einzelnen Ländern bietet der EQR die Chance, lebenslanges Lernen europaweit vergleichbar zu machen. Auf acht Levels werden Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen in allgemeiner Form definiert.

ECTS

ECTS - European Credit Trasfer System Arbeitsbelastung (Leistungspunke)

Mit ECTS wird quantitativ Arbeitsbelastung erfasst. Es ist speziell in der Bologna-Erklärung aufgeführt worden. Demnach müssen alle bestehenden oder sich entwickelnden Leistungspunktsysteme mit ECTS kompatibel sein. Die „Key Features“ von ECTS werden vom Akkreditierungsrat, den Akkreditierungsagenturen, der KMK, dem BMBF, der HRK als Voraussetzung für eine Akkreditierung von Studiengängen betrachtet.

ECTS ist ein Credit-Transfer- und Akkumulationssystem, das die Transparenz und Vergleichbarkeit von Modulen und Studiengängen verbessert und die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen erleichtert. Mit der Entwicklung von ECTS als Akkumulationssystem stellt es die Basis für die Entwicklung des Konzepts des lebensbegleitenden Lernens.

ECTS ist ein Studierenden zentriertes System, das die Arbeitsbelastung des Lernenden definiert, um bestimmte Lernergebnisse zu erreichen. Es gilt die “Vereinbarung”, dass 60 credits der “unterstellten” Jahresarbeitsbelastung eines Studierenden entsprechen. Credits werden allen Teilen/Modulen eines Studienprogramms zugewiesen, wobei die Vergabe an den Lernenden nur erfolgt, wenn durch eine Prüfung und der Beurteilung belegt ist, dass der Lernende die Lernergebnisse erreicht hat. Dem liegt eine Lernvereinbarung zwischen dem Lernendem und der Bildungsinstitution zugrunde, in der die Module festgelegt sind, die der Lernende erfolgreich nachweisen muss, um mit der entsprechenden Anzahl von Credits seinen angestrebten Abschluss zu erreichen.

Aus der Bologna-Erklärung wird abgeleitet, dass ein Bachelorstudium den Erwerb von 180-240 Credits erfordert (siehe KMK 10.10.03: 3-4 Jahre); ein Masterstudium i.d.R. 90-120 Credits (KMK: 1-2 Jahre). Es sollten maximal nicht mehr als 5 Studienjahre erforderlich sein, um in den meisten Disziplinen einen Masterabschluss konsekutiv nach einem Bachelorgrad zu erreichen. Die europaweite Vereinbarung ist, dass die 60 Credits einer Lernarbeitsbelastung von 1.500-1.800 Stunden umfassen, woraus folgt, dass ein Credit einer Arbeitsbelastung von 25-30 Stunden erfordert.

ECTS

Lernergebnisse/Kompetenzen

Die Lernergebnisse werden durch Kompetenzen oder auch Can Do Statements dokumentiert und können unterteilet werden in:

Fachgebietsbezogene Kompetenzen
Wissensverbreiterung
Wissensvertiefung

Generische Kompetenzen
Wissenserschließung
Instrumentelle Kompetenzen (Support)
Interpersonelle Kompetenzen (Organisation/Kommunikation)
Systemische Kompetenzen (Transfer).

Die Lernergebnisse werden vom Lehrenden antizipiert und definiert. Somit wird eine Sollvorgabe auf Modulebene festgelegt. Dem wird der Istzustand gegenüber gestellt, der durch die Kompetenzen des Lernenden ausgedrückt wird, die er durch den Lernprozess erworben hat. Durch Addition und Integration von Modulen zu einem Lernprogramm entstehen weitere Kompetenzen, die sich z.B. durch eine wissenschaftliche Abschlussarbeit überprüfen lassen (systemische Kompetenzen insbesondere).

 

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01.12.2008 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org