Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerke


Die Intervisionsmethode als eine Form der Kollegialen Beratung wird fall- und anwendungsbezogen eingesetzt und dient der Verbesserung der individuellen Handlungsqualität. Sie nutzt gezielt die Kompetenzen und Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen und ist somit eine effiziente und kostengünstige Lernform. Sie eignet sich sowohl für die Lernbegleitung in Gruppen, als auch für die gegenseitige Beratung der Gruppenteilnehmer untereinander.

Regen Sie als Lernprozessbegleiter die Lernenden an, sich Lerngruppenpartner zu suchen, zusätzlich zu der Begleitung durch Sie und stellen Sie ihnen auch diese Materialien zur Verfügung.

Für die Verbesserung Ihrer eigenen Handlungsmöglichkeiten, empfiehlt es sich ebenfalls, eine Gruppe von Lernprozessbegleitern für die gegenseitige Beratung zu bilden


Kollegiale Beratung

Die Intervisionsmethode

Die Intervisionsgruppe sollte über einen längeren Zeitraum eine konstante Zusammensetzung von zwei bis sechs Personen haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten am Arbeitsplatz nicht unmittelbar zusammenarbeiten und die Bereitschaft zu kontinuierlicher gemeinsamer Intervisionsarbeit mitbringen.

Im Mittelpunkt einer Intervision stehen immer ein Fall oder ein Thema, die eine Teilnehmerin oder einen Teilnehmer betreffen und zu dem er oder sie die Erfahrungen der übrigen Teilnehmer nutzen möchte. Die Einhaltung eines klar strukturierten Arbeitsablaufs erleichtert den Umgang mit Befangenheit, die eine solche Situation bei den Teilnehmern auslösen kann. Außerdem garantiert er die aktive Beteiligung aller Teilnehmer am Intervisionsprozess, was eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg einer Intervision ist.


Feedback einholen und weitere Schritte entwickeln

1. Falldarstellung
Der Fallgeber schildert seine Situation und die Probleme, die er aus seiner Sicht damit hat:
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Ausgangssituation, Anlass
Geschichte
Gefühle
Beweggründe, Absichten
Erklärung für die bestehenden Schwierigkeiten
Bisherige Lösungsversuche
Wünsche
Vermutete Wünsche anderer
Zum Schluss formuliert der Fallgeber deutlich seine Frage: Worauf möchte ich eine Antwort haben? Welche Hilfe brauche ich?

2. Aufgabe der Beobachter während der Falldarstellung
Die Beobachter hören zu und stellen gegebenenfalls Verständnisfragen. Sie achten dabei auf
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Eigene Gefühle während der Falldarstellung
Gestik und Mimik des Falldarstellers
Eigene Vermutungen und Interpretationen

3. Rückmeldung der Beobachter
Nacheinander berichten die Beobachter über die

4. Prüfung der Rückmeldungen durch den Falldarsteller
Der Darsteller notiert sich, welche Interpretationen und Vermutungen seiner Meinung nach zutreffen und meldet diese an die „Berater“ zurück.

5. Gemeinsame Lösungssuche
Ausgangsbasis für die Beratung ist die Interpretation, die dem Falldarsteller am Zutreffendsten erschien. Die Lösungsvorschläge können sich z. B. beziehen auf
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Verhalten des Darstellers
Veränderung der Rahmenbedingungen
Die Konsequenzen der einzelnen Vorschläge werden gemeinsam durchdacht.

6. Entscheidung über das weitere Vorgehen
Der Falldarsteller entscheidet über sein weiteres Vorgehen. Eventuell wird ein Termin vereinbart, an dem geprüft wird, ob sich die Situation verändert hat.


Moderationsanleitungen für die

Einladung zur kollegialen Beratung
" Innovation in meiner Arbeitssituation"

Zuerst jeder für sich:
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Welches Innovationsthema ist für mich aktuell?

Was will ich konkret erreichen? (im Sinne von nachweisbaren Ergebnissen)

In welchen Schritten arbeite ich auf diese Ergebnisse hin?

Wer aller könnte außerhalb der kollegialen Beratungsgruppe ein interessanter Sparringpartner sein?


Arbeitsweise für die kollegiale Beratung als PDF zum Download!




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