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Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerke
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| Reflexionsgespräche vorbereiten Gute Reflexionsgespräche zu führen ist eine hohe Kunst und daher suchen vor allem neue Lernprozessbegleiter nach Vorbereitungsmöglichkeiten, Checklisten und dergleichen. Diese Checkliste bietet Ihnen dies, enthält aber gleichzeitig auch der Aufruf, sich mit zunehmender Erfahrung von Vorgaben zu lösen und versuchen ganz individuelle Gespräche zu führen. Die hier verfügbare Checkliste zur Gesprächsvorbereitung dient zur Vorbereitung eines Reflexionsgesprächs. In ihr ist so gut wie an alles gedacht, und sie ist deshalb, vor allem für diejenigen, die bisher noch nie oder selten Reflexionsgespräche geführt haben, durchaus hilfreich ... aber das Abarbeiten der Checkliste garantiert noch kein gelungenes Reflexionsgespräch. Denn das Geheimnis gelungener Kommunikation liegt vor allem an der inneren Haltung des Lernprozessbegleiters. So gibt die Checkliste diverse Hinweise, die durchaus zu einem gelungenem Gespräch gehören, aber nur solche Lernprozessbegleiter, die offen, neugierig und empathisch fragen, entdecken wollen, sich überraschen lassen schafft somit gute Rahmenbedingungen für das Lernen. So findet sich hier beispielsweise gleich an der dritten Stelle die Frage: Lerntyp des Kandidaten bestimmt?, wobei die Antwort noch dazu in der Form erledigt, offen vorgegeben ist. Gerade weil es in der Lernprozessbegleitung darum geht, den Lernenden möglichst individuell kennen zulernen und für und mit ihm die für den Teilnehmer wichtigen und notwendigen Lernprozesse zu planen und zu gestalten, ist es sehr hilfreich, etwas über seinen Lernstil oder Lerntypus zu wissen (und im übrigen auch über den eigenen). Genau deshalb werden Ihnen solche Materialien und Hilfestellungen angeboten. Aber hierzu muss man wissen: Selbst in der Wissenschaft gibt es verschiedene Betrachtungsweisen, wie man an den hier dargestellten, unterschiedlichen Verfahren zur Bestimmung eines Lern-typs oder -stils erkennen kann. Und im wirklichen Leben kommen überwiegend Mischungen aus solchen Typen oder Stilen vor. Das Schlimmste für jeden Menschen wäre es, von jemand Anderem ein für alle Mal auf einen bestimmten Typ/Stil festgelegt oder als solcher bestimmt zu werden. Nutzen Sie also solche Tests - aber eben nicht zu einer fixierenden Festlegung, sondern mehr als Hilfsmittel, um Ihren Blick zu lenken. Seien Sie zusammen mit dem Teilnehmer neugierig darauf, was ein bestimmtes Verfahren an Entdeckungen bezüglich des Lernstils bzw. -typs ermöglicht, aber fixieren Sie weder den Anderen noch sich selbst darauf. Es ist daher vielleicht auch gar nicht falsch, ein erstes Reflexionsgespräch zu führen, OHNE den Lerntyp des Teilnehmers bestimmt zu haben. Vielleicht sind Sie dann sogar unbefangener, offener und besser im Fragen. |
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© 2005,
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