Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerke


Stufen und Klippen des Lernens

Als Lernprozessbegleiter ist es wichtig zu erkennen, warum der Kandidat an der einen oder anderen Stelle im Arbeits- und Lernprozess nicht vorankommt. Mit dieser Brille (Lernstufen und Klippen) gelingt es vielleicht öffnende Fragen zu stellen, die Klippen oder
„noch nicht gewagt Lernschritte“ zu erkennen. Wir stellen verschiedenen Zugangsweisen vor – Schauen Sie, womit Sie selber am besten arbeiten können.


Klippen des Lernens

Die Handlung
Das innere Gespräch am Beispiel: neue Software muss benutzt werden.


Die Klippen

Unbefangen Probieren

„Mal sehen, das ist doch zu schaffen. Aha so geht das, nee so nicht – was steht denn da? Ach so...



Angst vor Neuem aus Angst vor Versagen, sich nicht einlassen können
Widerstände, „oh je“,
„Was heißt denn das?, wer soll denn daraus schlau werden“? So geht das nicht!“

Die Mangelerfahrung wird verdrängt, wegerklärt;
Selbstbezug:
Ich brauche das jetzt aber schnell. Ich will die Arbeit schnell vom Tisch haben. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht schaffe.

Dein Selbstbezug kommt nicht zustande, „die Verhältnisse“ oder „die anderen“ sind Schuld; man will perfekt sein
selbst lernen wollen
So die Funktion muss ich finden, sonst kann ich nicht weiter. Wo könnte das denn sein?

Versagerselbstbild, Resignation, „Ich kann mich nicht ändern
Neues wahrnehmen,
Gibt es unter dem Fragezeichen eine Erklärung; Welche Zuordnungen sind denn sinnvoll?.

Verhaftet in eigenen Vorstellungen, keine neue Idee
Neues ausprobieren,
Jetzt blättere ich mal die Kategorien auf. Das könnte es sein – Nein oder das? ...
Haben meine Kollegen das Problem auch schon gehabt und gelöst? Mal fragen, vielleicht weiß es ja jemand?

Angst vor Versagen lässt zurückschrecken; „man müsste“
Üben, Verinnerlichen
So, verdammt, das hatte ich doch schon mal gekonnt – na auf ein Neues!

Das Üben erweist sich als langweilig und mühsam;
Transfer
Das war doch beim alten Programm so ähnlich – kann ich das hier auch so machen? man erkennt die Ähnlichkeit der Situation nicht


Stufen des Lernens in der Arbeit

Eine weiter differenzierte Darstellung zum Lernen in der Arbeit sind die Stufen des Lernens. Diese Darstellung zeigt auf, wie der innere Prozess verläuft, wenn in der Arbeit entdeckend gelernt wird. Dazu müssen offene noch nicht vollständig bekannte Aufgaben bearbeitet werden.


Eine Mangelerfahrung bzw. Die Erfahrung einer Diskrepanz zwischen Zielvorstellungen (Idealen) und eigener Realität.

Selbstbezug finden: ich müsste mich ändern, wenn ich den Mangel beheben möchte (nicht die Verhältnisse).

Erwachen des Lernwillens, in Form von:

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Motiven
Wünschen
Vorsätzen
Eigenen Entschlüssen

Erkenntnisarbeit: Suche nach Verständnis, Erklärung, Beratung, Information, Orientierung, Beispiel; Rückgriff auf eigene Erfahrungen.

Kommunikation: Sich mit anderen besprechen, herumhören, nachlesen, diskutieren.

Alternativen/Lösungen finden und konkret vorstellen/durchdenken.

Sich für ein neues Vorgehen entscheiden und es praktisch erproben; sensibles Probehandeln.

Sich selbst beobachten, Folgen erkennen, jederzeit innehalten und verwerfen können; Rückblick, Auswertung; schnelles Wechseln von Aktion und Reflexion.

Ggf. Strukturelle Voraussetzungen für das Neue schaffen; technische usw. Hilfsmittel.

Üben, Perfektionieren

Generalisieren, „Essenzbildung“

Übertragen auf „ähnliche“ Situationen (Ähnlichkeit erkennen) Gelerntes flexibel, kreativ anwenden


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