Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerke


Die Methoden des selbst gesteuerten Lernens in APO

Damit Sie den Lernenden gut bei seiner Lernplanung unterstützen können sind hier die vielfältigen Möglichkeiten zu lernen kurz dargestellt.

Das oberste Prinzip für die IT-Weiterbildung (APO-IT) ist, dass sich der Lernende seine Methoden, seine Lerninhalte und Lernwege selber wählt. APO ist nämlich keine Methode, sondern ein Lernarrangement, das mit Methoden unterschiedlichster Art ausgefüllt werden kann.
Auch hier gibt es allerdings wieder Einschränkungen, die aber sofort einleuchten, denn es darf nicht ausschließlich nach der 4-Stufen Methode gelernt werden, da sie gerade das Gegenteil von Handlungsfreiheit darstellt mit Ihren Stufen: erklären, vormachen, nachmachen und üben, geht sie vielmehr davon aus, dass es auf jedes Problem bereits einen geeigneten Bearbeitungsweg gibt.


Selbst gewählt, vielfältig, Selbständigkeit herausfordernd
Viel geeigneter und mit dem Ziel Kompetenzbildung anzuregen, empfehlen sich für die Weiterbildung folgende Methoden:
Entdeckendes Lernen
der arbeitende Teilnehmer erhält die Fragestellung, die Teilprojekte zur selbständigern Bearbeitung übertragen und arbeitet diese ab. Wenn er auf Schwierigkeiten trifft, versucht er sie durch eigenes Nachdenken, Probehandeln, Gespräche mit Fachleuten usw. verantwortungsvoll zu Lösen. Dabei bezieht er frühere Erfahrungen ein, reflektiert im Arbeitsprozess auch neue Beobachtungen immer wieder. Handeln und auswerten verschränken sich mit der Frage: was ist gelungen und warum und wie kann das Handeln oder Wissen verbessert werden. Dabei lernt er im Tun und durch die Reflexion seiner Taten.

entdeckendes Lernen durch Erfahrungsge-
leitetes Handeln


Die Reflexion
um aus den Arbeitserlebnissen neue Erfahrungen, neue Erkenntnisse und neue Hypothesen zu gewinnen. Durch eine distanzierte positiv kritische Auswertung kann der Ertrag der eigenen Arbeitserfahrungen bewusst gesichert und systematisiert werden. Dadurch werden für den Lerner selber aber auch für die Kollegen mit denen er zusammen arbeitet das neue Wissen und die neuen Erfahrungen gesichert. Dem zukünftigen Spezialisten werden dadurch auch seine neuen personalen und sozialen Kompetenzen bewusst.

die Reflexion eigener Erfahrungen

Die Dokumentation
ist eine systematische Sonderform der Reflexion, denn sie fordert eine solche Durchdringung der geleisteten Arbeit und der erfolgten Lernschritte, dass sie für andere nachvollziehbar wird. Durch die Dokumentation wird der Arbeits- und Lernertrag einer Aufgabe noch einmal durchgearbeitet, gesichert und damit bewusst gemacht. Zusätzlich lernt man daran natürlich auch Dinge systematisch und verständlich aufzubereiten.

Der Bericht
für Andere


Literatur-Studium
Aus Büchern, Herstellerunterlagen, Firmenprospekten, Fachzeitschriften oder dem Intranet und Internet werden gezielt Informationen oder Hintergrundtheorien beschafft, diese helfen die Verständnis- und Wissenslücken zu füllen, dienen aber auch gezielt zur Aktualisierung oder zum Abgleich mit vorhandenem oder fragwürdigem Wissen.

Sichtung des theoretischen Wissens anderer


Das Experiment oder die Simulation
Diese Methode dient der Vorübung vor dem Ernstfall, ist aber nicht zwingend an ein Medium gebunden. So kann die Übernahme der Gesprächsleitung in einer Abteilungssitzung durchaus ein Experiment sein, wenn es dazu dient, die Sitzungsleitung für das reale Kundengespräch schon mal zu üben. Auch die gestellt Präsentation eines Kundenangebotes vor den Kollegen gehört in diesen Methoden-Kranz. Es kann aber genauso gut eine technische Simulation oder in Experiment durchgeführt werden. Computergestütztes Lernen kann ebenfalls als Experiment aufgebaut sein.

Fingerübungen Experimente
Simulationen


Computergestütztes lernen
kann für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden, z.B. für die Beschaffung aktuellen Wissens (s. o.) oder zum Üben von Fähigkeiten in einem geschützten Rahmen, bevor man es im aktuellen Projekt einsetzt (z.B. die Fehlersimulation, der Gebrauch einer neuen Programmiersprache, eine neue Software, die Bearbeitung von Computerlernprogrammen usw.)

am Computer: Wissen beschaffen oder Fertigkeiten üben


Die Expertenbefragung
Diese Methode eignet sich besonders dann, wenn ungewöhnlich komplexe Fragestellungen zu bearbeiten sind. Sinnvollerweise holt man sich aber bei mehreren Experten Rat um anschließend selber urteilsfähig zu sein, denn manche Experten haben so ihre „Steckenpferde“. Ein reiches Angebot an Experten gibt es z.B. auf Messen oder Kongressen und damit ein reiches Feld fürs Lernen, wenn man eine gezielte Frage hat.

Experten befragen


Visualisieren
ein Thema, das in dieser Branche besonders wichtig geworden ist. Kaum ein Angebot ohne eine Präsentation mit Charts oder Computeranimation. aber auch das Visualisieren, um sich einen Sachverhalt selber klar zu machen, wie beim Mind-mapping oder bei einer Entscheidungs- Matrix unterstützen das Lernen gezielt. Ebenso die grafische Aufbereitung von Abläufen oder einfach das markieren wichtiger Textstellen beim Lesen.

sich ein
Bild machen


Kooperieren
für eine Weiterbildung kann sich das auf zwei Zielgruppen beziehen: Die Arbeitskollegen (in der eigenen Abteilung oder beim Abteilungswechsel) und die Lernkollegen. Von beiden Konstellationen kann man lernen, durch die Gespräche, Vorbilder, Fragen aber auch durch ein Feedback, eine Lernunterstützung und die wertvollen Tipps. Eine besondere Form der gegenseitigen Lernunterstützung unter „Auch und Mitlernern“ ist das

voneinander lernen

Action Learning
Diese Form der gemeinsamen Reflexion und Beratung findet unter Gleichen statt, wobei jedes Gruppenmitglied ein eigenes Projekte bearbeitet. Diese können aus unterschiedlichen Bereichen und aus unterschiedlichen Branchen und Firmen stammen. Es geht um den unbefangenen kritischen Blick und Rat aus einem distanzierten Blickwinkel. Es wird die Kreativität und die Kompetenz einer Gruppe genutzt.
in und von der Gruppe lernen


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