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Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerke
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| In der IT-Weiterbildung (APO-IT) wird sehr stark darauf gesetzt, dass die Teilnehmer die in der Arbeit liegenden Lernpotentiale ausschöpfen. Daher ist es für den Lernprozessbegleiter wichtig auch die modernen Anforderungen an Arbeitshandeln besser zu verstehen, um die Lernchancen von Arbeit zu erkennen und bei der Auswertung von Arbeitserfahrungen die Brille geputzt zu haben. |
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| Erfahrungsgeleitetes Handeln und Lernen Der Umgang mit offenen, nicht-planbaren Situationen, steigender Komplexität und Automatisierung, mit wachsenden Unwägbarkeiten etc. verlangt zunehmend proaktive, produktiv-flexible, eigenständige und kreative Handlungsformen. Diese Anforderungen bringen mit sich, dass in jüngster Zeit thematisiert wird, dass die mit ausschließlich wissensbasierten und auf Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückgreifenden Kenntnissen, Fähigkeiten und Vorgehensweisen nicht mehr hinreichend bewältigt werden können. Nicht der erfahrungsfixierte, sondern der erfahrungsgeleitete Handlungstyp wird benötigt. Das Konzept des objektivierenden und subjektivierenden (Arbeits-)Handelns richtet sich vor allem auf die Verbindung von Wissen und Handeln. Es geht davon aus, dass im praktischen Handeln unterschiedliche Formen des Wissens zur Anwendung kommen (bzw. kommen können), die in der Anwendung aber auch bei der Entstehung jeweils unterschiedliche Strukturen des praktischen Handelns voraussetzen und auch hervorbringen. Das Objektivierende Handeln Zweckrationales Handeln kann man auch als ein objektivierendes Handeln bezeichnen. Damit wird betont, dass sich das Handeln an Kenntnissen, Regeln usw. orientiert, die nach allgemein gültigen und im Prinzip subjekt-unabhängigen Kriterien bestimmbar und in dieser Weise nachvollziehbar und überprüfbar sind. Objektivierendes Handeln beruht auf einer Reihe von Annahmen, die in modernen Gesellschaften als weithin naturgegeben gelten: |
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Mit diesem zweckrationalen Handlungsverständnis verbindet sich eine Ausgrenzung von nicht-rationalen, subjektiven Regulierungen des Handelns, die durch Gefühle, Empfinden, Erleben und hierauf bezogene sinnlich-körperliche Wahrnehmungen erfolgen. Mit dem Verständnis zweckrationalen, objektivierenden Handelns korrespondiert daher das von einem richtigen Wissen, Erkennen und (praktischen) Handeln. Dies ist in unserer heutigen Arbeitswelt aber nicht mehr hinreichend und hat sich als verkürzt erwiesen. Das Subjektivierende Handeln Dieses Konzept knüpft an pädagogische wie neuere arbeitswissenschaftliche Diskussionen zu einer erweiterten Sicht menschlicher Fähigkeiten und unterschiedlicher Formen des Wissens an. Es richtet sich auf die kognitiven Prozesse und Handlungsweisen, die im zweckrationalen, objektivierenden Handeln ausgegrenzt werden. Überdies richtet es sich nicht isoliert auf mentale Prozesse (Wissen, Denken), sondern begreift diese in ihrem Zusammenhang mit praktischem Handeln. Dies betrifft das Denken ebenso wie die sinnliche Wahrnehmung, die Struktur des Handelns und die Beziehung zur Umwelt. |
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Wenn wir die Handlungsstruktur des subjektivierenden Handelns dem objektivierenden gegenüberstellen können wir folgende Systematik erkennen: |
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Erfahrungsgeleitetes Handeln Die situationsangemessene Verbindung von objektivierendem und subjektivierendem Handeln ist erfahrungsgeleitetes Handeln. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, das berufliche Handlungsfähigkeit heute einer wechselseitigen Verschränkung beider Handlungsmodi bedarf. Erfahrungsgeleitet zu handeln heißt somit, sowohl im objektivierenden (wissensbasierten, formalisierten) Modus vorgehen zu können wie auch im subjektivierenden Modus in gleichsam oszillierendem, situativem Wechsel, vergleichbar mit dem iterativen Vorgehen, wie es bei der Verbindung von Arbeiten und Lernen benötigt wird. Wie es bei der Entwicklung neuer Vorgehensmodelle und neuer Programme benötigt wird und das überall dort gefragt ist, wo unerwartetes zu bewältigen und zu gestalten ist. |
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© 2005,
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