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European e-Competence Framework

Ein gemeinsamer europäischer Rahmen für ITK Fach- und Führungskräfte aller Branchen erschienen

CEDEFOP

Das Europäische Institut für Berufsbildung informiert über aktuelle Entwicklungen der Berufsbildung in den europäischen Ländern.

Lebenslanges Lernen europaweit vergleichbar machen

Als Übersetzungsinstrument zwischen Bildungssystemen zwischen einzelnen Ländern bietet der EQR die Chance, lebenslanges Lernen europaweit vergleichbar zu machen. Auf acht Levels werden Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen in allgemeiner Form definiert.

Der Europäische Qualifikationrahmen (EQR): Grundzüge, Funktionen und seine Bedeutung für die ITK-Branche

Im Dezember 2004 in Maastricht von den Bildungsministern aus 32 europäischen Staaten initiiert, wurde der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR, engl. European Qualifications Framework, EQF) im Juli 2005 in einer ersten Fassung vorgelegt.

Auf acht Levels gibt das Dokument eine generische, das heißt inhaltsunabhängige Orientierung zu Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen (in Form von Learning Outcomes), die auf einem bestimmten Niveau vorzuweisen sind.

Funktioniert der EQF wie geplant als Übersetzungsinstrument zwischen den Ländern und Branchen, so wird er für mehr Transparenz im vielfältigen Bildungs- und Ausbildungsmarkt Europas sorgen. Seine möglichen Auswirkungen auf die berufliche Bildung in Deutschland werden aktuell diskutiert. In keinem Falle kann der EQF dazu dienen, nationale Probleme zu lösen. Doch trifft er einen Nerv der Zeit und wird als europäischer Impuls für bildungspolitische Debatten im nationalen Kontext aufgenommen.

Die im Juli 2005 von der Europäischen Kommission vorgelegte Arbeit beinhaltet die Grundzüge der möglichen Gestaltung des EQF und wurde in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres in eine mehrmonatige Konsultationsphase in die Mitgliedsstaaten gegeben.

Die Ergebnisse des Konsultationsprozesses wurden auf einer hochrangig besetzten Konferenz zum EQF im Februar 2006 in Budapest präsentiert und diskutiert. Das Feedback der Einrichtungen und Institutionen aus den Ländern war überwiegend positiv – mit den eindeutig britischer Feder zuzuordnenden acht Levels konnte man sich weitgehend anfreunden. Jedoch wurden den Autoren einige zentrale Änderungspunkte mit auf den Weg gegeben. Zu den wichtigsten Aspekten zählte dabei eine Überarbeitung der Deskriptoren. Im Herbst dieses Jahres wird die zweite Fassung des EQF vorliegen, die dann in den Mitgliedsstaaten konkret getestet werden soll.

Von bildungspolitischer Seite initiiert, ist der EQF für die Arbeits- und Berufswelt und auch für die ITK-Branche von hohem Interesse. Insbesondere die acht Levels sind als gemeinsamer Orientierungspunkt für die Arbeit am Europäischen ITK-Kompetenzrahmen geeignet. Wie im ICT-Skills Workshop im Jahr 2005 erörtert und beschlossen, wird sich der e-Competence Framework auf fünf für die Branche relevante Levels (Level drei bis sieben) konzentrieren. Inwieweit sich der im Herbst vorliegende zweite Vorschlag für die horizontale Ausgestaltung der Deskriptoren für die ITK-Industrie eignen kann, wird die Arbeit in der Expertengruppe zeigen. Damit stellt der European e-Competence Framework einen der ersten sektorspezifischen europäischen Kompetenzrahmen dar, die unmittelbar an den EQF anknüpfen.

 

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08.02.2012 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org