Mit namhaften Partnern aus der Wirtschaft, darunter Microsoft Deutschland, SAP und Giesecke & Devrient, wurde am Montag der Startschuss für die IT-Hochburg Deutschland in Bad Liebenzell gegeben. Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, nannte die Initiative des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel einen entscheidenden Schritt, von dem eine bundesweite Signalwirkung ausgehe. Schon ab Herbst 2008 wird auf der historischen Burg Liebenzell (Kreis Calw) regelmäßig der Talente-Gipfel stattfinden. Die Schirmherrschaft übernimmt die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan.
Die IT-Hochburg Deutschland wird Strategien zur langfristigen Sicherung von IT-Nachwuchs entwickeln. 30 junge Talente aus der virtuellen Welt im Alter zwischen 16 und 21 Jahren, die sich in der Regel in Auswahlverfahren und Wettbewerben qualifiziert haben, treffen sich mit Gleichgesinnten auf Burg Liebenzell, wo eine frühzeitige Brücke zur Wirtschaft geschlagen wird. Diese soll in Firmenpatenschaften münden. Dadurch werde ein innovationsfreundliches Klima in Deutschland erlebbar gemacht. Zugleich entsteht ein Erfahrungsforum für Berufs- und Studienorientierung zu IT-Berufen und IT-relevanten Studienfächern.
Fachwettbewerbe helfen, junge IT-Talente auf Bundesebene zu finden. Dabei wird unter anderem mit dem Bundeswettbewerb Informatik (BWINF) und dem Fraunhofer-Verbund Informations- und Kommunikationstechnik zusammengearbeitet. In einem zweitägigen Workshop treffen sich die Auserwählten mit Vertretern von ITK-Unternehmen und Hochschulen zum jährlichen Talente-Gipfel, um gemeinsam betriebliche Projektaufgaben zu lösen, an Planspielen teilzunehmen, Experimente zu entwickeln und in Ideenwerkstätten mitzuarbeiten. Parallel tauschen sich Unternehmens- und Hochschulvertreter aus. Ein Projektbeirat sichert die inhaltliche Qualität der Präsenztreffen in der Akademie für politische Bildung und internationale Jugendbegegnung.
Für die IT-Talente werde es eine wichtige Bereicherung sein, sagt Dr. Günter Scheu, Mitglied des Beirats des Bundeswettbewerbs Informatik, ihre in Wettbewerben unter Beweis gestellte Medienkompetenz und Teamfähigkeit auf Problemstellungen der betrieblichen Praxis anzuwenden.