Eine, die es im Herbst 2007 erfolgreich geschafft hat, ist Mandy Baum, 20 Jahre alt. Informatik hat sie schon vor dem Abitur interessiert, Englisch war ihr Leistungskurs. Klar, dass sie sich auch dafür interessiert, nach der Ausbildung ins englischsprachige Ausland zu gehen, um dort zu arbeiten. Einen Vorgeschmack kann sie eventuell schon vor Ende ihrer Ausbildung bekommen. Denn die vier Verbundpartner arbeiten schon daran, den Auszubildenden ein Auslandspraktikum zu ermöglichen.
Auch das gehört zu den Angeboten, die AFIB machen kann, weil der Verbund auf ganz andere Ressourcen zurückgreifen kann, als ein Einzelunternehmen. Aber wie sieht es aus mit dem Verwaltungsaufwand und der Organisation? Der reibungslose Ablauf ist nur möglich, weil alle Projektpartner an einem Strang ziehen und unbürokratisch handeln. Dazu gehört ein regelmäßiger Ideenaustausch der Partner, wer welche möglichen externen Partnerfirmen in Berlin kennt, die den AFIB-Azubis ein Praktikum oder sonstige Unterstützung anbieten.
Für Mandys Ausbildungsjahrgang heißt es im ersten Lehrjahr zunächst einmal alle vier Projektpartner kennen zu lernen. Dazu bleibt die Gruppe zusammen. Nicht von ungefähr: „Das fördert den Teamgeist und den Zusammenhalt – schließlich unternehmen wir auch Privates zusammen“, freut sich Mandy. In diesem Ausbildungsjahrgang sind neben ihr zum ersten Mal noch zwei weitere junge Frauen unter den 14 Azubis. Mit den beiden vorangegangenen Lehrjahren sind das dann 41 junge Leute, die im Verbund ausgebildet werden. Für die muss das Wort „Konkurrenz“ nicht negativ besetzt sein, denn allen wird zunächst die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis garantiert.
Bei der Bewerbung wird es im Übrigen so gehandhabt, wie bei der späteren Anstellung – der individuelle Wunsch des Betreffenden zählt. Denn, wenn auch alle vier kooperieren, wird der Vertrag doch mit dem jeweiligen Ausbildungsunternehmen abgeschlossen, die alle auch leicht unterschiedliche Konditionen anbieten. Wer sich also bei mehreren Partnern beworben hat oder später nach der Ausbildung lieber zu einem der anderen drei wechseln möchte, kann das ohne Probleme tun. Oder er kann sich auch ganz anders orientieren – etwa in Richtung Studium