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Arbeitsprozessorientierte Weiterbildung - APO IT

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Bayerisches APO IT Modellprojekt für KMUs: In einem Jahr zum Knowledge Management Systems Developer
Wenn alles gut klappt, dann wird Myrna Wieselhuber spätestens im Frühherbst KMSD sein und das auch mit einem Zertifikat nach ISO/IEC 17024 nachweisen können. Wer mit dem Kürzel nicht sofort etwas anfangen kann, steht nicht ganz allein da: Die 30-Jährige ist eine der ersten Beschäftigten überhaupt bundesweit, die an einer Qualifizierung zum Knowledge Management Systems Developer teilgenommen hat. Ihren Arbeitgeber, die Firma ipi GmbH in Lichtenau, musste sie zwar über das Berufsbild aufklären - aber nicht überreden. Für ihre Weiterbildung bekam sie grünes Licht und viel Unterstützung.
 „Als IT-Consulting-Unternehmen haben wir uns bisher auf
Dienstleistungen und Software-Lösungen aus dem Microsoft-Umfeld
konzentriert und überwiegend kleine und mittelständische Firmen
beraten“, sagt Myrna Wieselhuber. „Wissensmanagement ist ein Bereich,
den wir ohnehin zu einem neuen Geschäftsbereich aufbauen wollen. Da
kann auch das Unternehmen profitieren.“ Dass sie sich überhaupt für
diesen Bereich interessierte, hat aber nicht nur mit ihrer Firma zu
tun: „Ich habe zwar einige Berufserfahrung im Bereich Vertrieb und
IT-Training, aber mein Jurastudium nicht abgeschlossen.“ Auf der Suche
nach einer Weiterbildung, die einen anerkannten Abschluss vermittelt,
stieß die angehende „Wissensmanagerin“ auf Q.Punkt.
Das Weiterbildungsunternehmen aus Nürnberg bietet zur Zeit eine
einjährige arbeitprozessorientierte Maßnahme im Rahmen des neuen
IT-Weiterbildungssystems an, die sich ausschließlich an kleine und
mittelständische Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern richtet. AKAQUIT,
das steht für „arbeitsprozessorientierte Kompetenzentwicklung zur
Anpassung der Qualifizierung von IT-Fachkräften an veränderte
Marktanforderungen“ und ist ein bayernweites Modellprojekt.
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  Praktische Frauenförderung
Was die Besonderheit an AKAQUIT ist? Susanne Heinrich, bei Q.Punkt
Managerin für Public Relations, die auch in der Akquisition und
Teilnehmerbetreuung tätig ist, informiert: „Uns ist die intensive
Begleitung der Teilnehmer während des ganzen Zertifizierungsprozesses
besonders wichtig.“ Zwölf Monate lang werden die angehenden
IT-Spezialisten unterstützt. Das fängt bei der Auswahl des richtigen
Profils an, reicht über die Unterstützung beim Transfer des
Referenzprojektes auf betriebliche Prozesse und hört bei der
Lernprozessbegleitung nicht auf. „Wir setzen dabei auf ein
Blended-Learning-Konzept“, erklärt sie. Zwei Komponenten sollen sich
dabei sinnvoll ergänzen: Die monatlichen Vertiefungsworkshops bei
Q.Punkt stehen vor allem im Zeichen von Themen wie „Ziel- und
Zeitmanagement“, „Kommunikation und Führung“ oder „Methoden des
Qualitätsmanagements“.
Zusätzlich können die zwölf Teilnehmer eine virtuelle Lernplattform
nutzen, die vor allem verschiedene Kommunikationstools bietet. Es gibt
Chats, thematisch gegliederte Foren zu verschiedenen Aspekten der
Weiterqualifizierung, einen Kurskalender, Infos zu Workshopthemen oder
eine Bibliothek mit Links zu Infoportalen, Buchtipps und einem Glossar
rund um die APO IT-Weiterbildung.
Außergewöhnlich ist aber auch die Lehrgangskonzeption: „Wir wollen
einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent erreichen und geben
grundsätzlich keine Einschränkung bei der Profilauswahl vor“, sagt
Susanne Heinrich nachdrücklich. Die derzeit vier Frauen und acht Männer
wollen zum Beispiel als „IT Service Advisor“, „IT Project Coordinator“,
„Database Developer“, E-Marketing Developer“, IT Systems Administrator
und eben als „Knowledge Management System Developer“ zertifiziert
werden.
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Davor steht allerdings noch die Realisierung des eigenen Projekts: zum Beispiel die Entwicklung und Einführung eines Wissensmanagementsystems, mit dem sich auch Myrna Wieselhuber zur Zeit beschäftigt. „Ich bin in der Endphase und wenn alles klappt, dann soll es zuerst intern, und später dann auch bei Kunden eingesetzt werden“, ist sie optimistisch. Zusätzlich zu den beruflichen Aufgaben noch eine anspruchsvolle Qualifizierung zu schaffen, das kostet Zeit – auch Arbeitszeit, denn schließlich geht es ja um reale firmeninterne Aufgaben. „Sicher hat der eine oder andere Teilnehmer den Aufwand, vor allem für die Dokumentation, anfangs geringer eingeschätzt“, räumt Susanne Heinrich ein. „Aber am Ende wird es sich für die künftigen zertifizierten IT-Spezialisten lohnen“, fügt sie an. |