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Ergänzung zum dualen System
Die Größe der Gruppe macht eine individuelle Auseinandersetzung mit dem
Thema und den einzelnen Teilnehmern möglich ? ein großer Vorteil, wie
Uwe Waffenschmidt, Managing Director der Firma up2date solutions GmbH
in Nürnberg, findet. Er hat mit den Nachwuchskräften nun schon zum
zweiten Mal eine Datenbankschulung durchgeführt und weiß: ?Gefragt ist
eine praxisnahe, projektorientierte Schulung, kein staubtrockener
Unterricht.? Und so setzt er bei seinen Kursen auch immer an den
konkreten Aufgaben des Unternehmens oder den speziellen Wünschen der
Azubis an.
Für sein eigenes junges Unternehmen, das erst seit vier Jahren besteht
und Softwarelösungen entwickelt, sieht er ganz klare Vorteile in der
Zusammenarbeit im Verein und solchen Projekten wie dem Austausch. ?Als
Gründer hatten wir zunächst wenig Erfahrung mit dem Thema Ausbildung,
wollten uns als Unternehmen aber gerne engagieren?, schaut er zurück.
?Dass wir vor der Flut an bürokratischen Regeln und Bestimmungen nicht
abgeschreckt worden sind, hat auch damit zu tun, dass wir uns mit
anderen Firmen zusammensetzen und uns mit Praktikern und erfahrenen
Kollegen aus der Branche beraten konnten?.
Den Austausch von Auszubildenden möchte Waffenschmidt gerne noch
forcieren und mehr Firmen vom Nutzen überzeugen. Denn gelingen kann das
Projekt nur, wenn alle Mitglieder Engagement zeigen. Und das wird nicht
dem Zufall überlassen. ?Gleich zu Beginn vereinbaren wir, wo und zu
welchen Konditionen der Gegenaustausch stattfindet?, erklärt die
AITA-Vorsitzende Susanne Klar. So lädt sie die interessierten Firmen
und deren Azubis zu einer rund einwöchigen Programmierschulung ein, bei
der im Mittelpunkt Java, C und C++ stehen. ?Programmierkenntnisse sind
für unseren Betrieb sehr wichtig und wir vermitteln sie unserem
Nachwuchs schon recht früh. Warum sollten andere nicht davon
profitieren??, fragt sie.
Neben dem Azubiaustausch engagiert sich AITA noch in anderen Bereichen,
etwa bei der Vorbereitung der Auszubildenden auf die IHK-Prüfung. ?So
etwas wird hier in der Region nicht angeboten und viele kleinere
Unternehmen könnten es sich nicht leisten, eigene Kurse auf die Beine
zu stellen?, heißt es bei AITA. So hat der Verein eine drei Monate
dauernden Kurs organisiert, der auch Nichtmitgliedern offen steht. Ein
erfahrener Trainer und Praktiker bereitet die jungen Leute auf die
schriftliche Prüfung gründlich vor. Und auch für das Mündliche wird
geübt: Mit Videoaufnahmen strukturieren und erproben die Teilnehmer
ihre Projektpräsentation für den ?Ernstfall?. ?Neben solchen konkreten
Aktivitäten ist für uns als Unternehmen das Wichtigste einfach der
regelmäßige Informationsaustausch der Mitglieder?, stellt Susanne Klar
heraus. Da die Aus- und Weiterbildung in der IT immer komplexer wird,
wollen sich die beteiligten Firmen über neue und andere Lösungen
informieren, um so Synergien zu entdecken und Anregungen für eigenen
Ausbildungsplanungen zu bekommen ? der Verein bildet dazu die Basis.
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