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European e-Competence Framework

Ein gemeinsamer europäischer Rahmen für ITK Fach- und Führungskräfte aller Branchen erschienen

Erfolgreich durch APO IT qualifizierte Mitarbeiter

Literaturtipps

Eine Auswahl von Veröffentlichungen im Kontext von APO IT

Arbeitsprozessorientierte Weiterbildung - APO IT

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Strategisches Resource Management aus europäischer Perspektive: Airbus startet deutsch-französisches Zertifizierungsprojekt nach APO IT

Im Zuge der globalen Entwicklungen setzt Airbus auf APO IT (international Advanced IT Training System, AITTS). Auf der Suche nach einer unabhängigen, europaweit einsetzbaren Zertifizierung, die praktische und während der Arbeit erworbene Kompetenzen im Bereich Projektmanagement dokumentiert, hat sich der Flugzeughersteller für die IT-Spezialisten-Zertifizierung entschieden.

Bis Sommer 2007 absolvieren sieben Kandidaten aus Hamburg und Toulouse die Qualifizierung zum IT Projektkoordinator. Ob sich die Zertifizierung für eine breitere Umsetzung im Unternehmen eignet, sollen erste bewertbare Ergebnisse Ende dieses Jahres zeigen. Im Unternehmen erworbene Kompetenzen herstellerunabhängig nachzuweisen und dies nach einer internationalen Norm zu zertifizieren – darin lag das Hauptargument für die Personalentwicklungsverantwortlichen bei Airbus, sich für die Spezialisten-Zertifizierung nach dem IT-Weiterbildungssystem zu entscheiden. Dass das durch DIN/ISO standardisierte Spezialisten-Zertifikat den Nachweis aktueller Kompetenzen über eine Rezertifizierung nach fünf Jahren mit einschließt, war ein zusätzliches Argument für die Qualitätssicherung.

Europäischer Mehrwert auf allen Ebenen
„Wichtig ist uns, dass der Zertifizierungsprozess einen Mehrwert für alle Beteiligten bringt – für die einzelnen Mitarbeiter, das Unternehmen im Gesamten und die Manager, die auf eine realistische Einschätzung der im Team verfügbaren IT-Kompetenzen über die jeweilige Landesgrenze hinaus angewiesen sind.“, erklärt Wilfried Berlin, Competence-Manager bei Airbus Deutschland GmbH.

Dabei spielt die europäische Dimension der Qualifizierung eine entscheidende Rolle. „Als international agierendes Unternehmen hilft uns weder ein deutsches noch ein französisches Zertifikat weiter“, so Patrick Mathieu, Resource-Manager bei Airbus France. „Wir brauchen eine europaweit einsetzbare Zertifizierung. Gleichzeitig wollen wir weg von den Produkt- und Herstellerzertifikaten. Dies ermöglicht es, uns auf unsere realen, international definierten Prozesse im Unternehmen Airbus konzentrieren.“

Prozessdefinitionen von Airbus und APO IT zeigen sich stimmig
Dass sich der Airbus-Prozess und der über APO IT definierte Referenzprozess zu IT-Projektmanagement klar miteinander vereinbaren lassen, spricht für die Qualität beider Prozessdefinitionen. Die praktische Umsetzung der Qualifizierung bringt einige Aspekte hervor, mit denen die Human Resource-Verantwortlichen zunächst nicht gerechnet hatten. So geht der von Airbus definierte Qualitätsrahmen im Bereich der Projektvorbereitung über die von APO IT gestellten Anforderungen hinaus. Dies ließ die eigentliche Weiterbildung später beginnen als geplant. Denn die Kandidatinnen und Kandidaten hatten zunächst interne Qualitätssicherungsmaßnahmen als Vorhürden zu nehmen. Bereits jetzt zeigt sich, dass sich das Konzept der Dokumentation und die Integration der Zertifizierung in den Betriebsablauf positiv auf die Qualität der internen Prozesse auswirkt.

Externe Lernprozessbegleitung
Sollte der Lernprozessbegleiter zunächst Airbus-intern gestellt werden, so hat sich das Unternehmen nun entschieden, diese Funktion von außen einzukaufen. Der norddeutsche Personaldienstleister Compers GmbH liefert hier das entsprechende Know-how. „Dies stellt die Unabhängigkeit der Beteiligten sicher, und wir können uns im Unternehmen darauf konzentrieren, die Erfahrungen und Ergebnisse zu evaluieren. Mit dem Fachcoach sieht die Sache anders aus, da macht die Besetzung aus eigenen Ressourcen wirklich Sinn“, so Wilfried Berlin.

Fünf Deutsche und zwei Franzosen am Start
Diese Vorarbeiten sind nun geleistet, und fünf deutsche und zwei französische Kandidaten stellen sich bislang der Herausforderung. Die Hintergründe und Motivationen für die Auswahl der einzelnen Kandidaten sind verschieden. Die Zusammensetzung der Biografien ist bunt gemischt. Die Palette in Deutschland reicht vom relativ jungen ausgebildeten Fachinformatiker und der erfahrenen Programmiererin über den klassischen Umschüler Mitte dreißig bis zum Elektromechaniker mit langjähriger Erfahrung im IT-Bereich. Alle haben nun die Chance, ihre bisher erworbenen Kompetenzen im Bereich Projekt-Management systematisch zu vertiefen und zu dokumentieren. Die beiden französischen Kandidaten, eine Frau und ein Mann mit jeweils langjähriger Erfahrung, ließen sich von der internationalen Wertigkeit der Zertifizierung überzeugen. Ihre Perspektive ist für die Auswertung des Pilotprojektes besonders wichtig. Denn nicht zuletzt gilt es, das Ziel der international einsetzbaren Zertifizierung zu erreichen. Erste Erfahrungsberichte und Auswertungen sollen Ende des Jahres vorliegen.


 

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08.02.2012 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org