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Erfolgreich durch APO IT qualifizierte Mitarbeiter

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Arbeitsprozessorientierte Weiterbildung - APO IT

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Weiterbildung zum Professional im Komplettpaket

Sie waren die ersten. Die ersten elf, die bundesweit den Abschluss als „Strategischer Professional“ geschafft haben. Darunter auch Erik Müller, Geschäftsführer der Easy Group GmbH in Andernach.

Erik Müller ist Geschäftsführer der Easy Group GmbH und zertifizierter strategischer Professional

Das junge Unternehmen, im Sommer 2004 gegründet, würde es vielleicht gar nicht geben, hätten Müller und sein Partner, Daniel Karst, nicht gemeinsam die Qualifizierung zum Professional beim IHK- Bildungszentrum Koblenz absolviert. Als „Operativer Professional“ zuerst. Damals entstand beim gemeinsamen Lernen irgendwann auch die Idee, zu zweit eine eigene Firma auf die Beine zu stellen und die frisch erworbenen Kenntnisse in die unternehmerische Praxis umzusetzen.

Begonnen hat Erik Müller seine Weiterbildung mit dem Operativen Professional „IT Marketing Manager“ und nun, nach der Abschlussprüfung als Strategischer Professional, darf sich der Unternehmer auch „IT Business Engineer“ nennen. Warum er diese beiden Weiterbildungen absolviert hat? „Ursprünglich habe ich eine Lehre als Energieelektroniker, dann mein Fachabitur gemacht, als PC-Servicetechniker gearbeitet und die letzten sieben Jahren dann als Vertriebsmitarbeiter und schließlich Vertriebsleiter“, erklärt er. Qualifizierung stand dabei schon immer auf dem Programm. Aber trotz etlicher fachlicher Lehrgänge fehlten die grundlegenden betriebswirtschaftlichen Kenntnisse. Dann sah der heutige Geschäftsführer das Angebot der IHK Koblenz und ist nun froh, beide Abschlüsse erworben zu haben.

Was hat ihm die Weiterbildung gebracht? Erik Müller muss nicht lange überlegen: „Ich habe meine Basis verbreitert, viel gelernt und viele persönliche Netzwerke geknüpft, die mir heute als Unternehmer weiterhelfen.“ Fachlich hat er sich vor allem dort verbessert, wo er selbst seine Lücken sah: Buchführung, Kalkulation und Kostenrechnung oder Bilanzen sind ihm jetzt geläufig. Und das ist unverzichtbares Wissen auch für das eigene Unternehmen, das mittlerweile vier feste und eine ganze Reihe freier Mitarbeiter zählt und sich als Systemhaus positioniert hat. Der Name der Firma, easy group, ist durchaus als Programm gemeint. „Wir wollen es unseren Kunden so einfach wie möglich machen und ein zuverlässiger Partner sein“, verspricht der Chef. Dass er und seine Kollegen diese Ankündigung wahr machen können, dazu haben auch viele Teile aus den beiden Professionalqualifizierungen beigetragen, die für das nötige Unternehmer-Rüstzeug sorgten. Geschäftsbeziehungen begreift Erik Müller zum Beispiel heute als komplexe Prozesse, die er ganz anders als früher aufbauen, analysieren, gestalten und pflegen kann, nachdem er sich die richtige Herangehensweise erarbeitet hat.

Langer Atem war gefragt
„Dass unsere Teilnehmer sehr motiviert sind, zeigt, dass ihnen diese Qualifizierung wirklich etwas bringt“, sagt Dietmar Helms, Leiter des Geschäftsfeldes IT beim IHK-Bildungszentrum Koblenz. „In der Qualifizierung wird über fachliches Wissen hinaus auch Verständnis für Prozesse und Abläufe in Unternehmen vermittelt. Aber auch strukturiertes, eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten sollen die Teilnehmer in ihre berufliche Zukunft mitnehmen. „Wir sind zwar eher ein kleiner IT-Standort, aber mit gutem Hintergrund und guter Vernetzung“, erklärt Bernhard Meiser, stellvertretender Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung bei der IHK Koblenz. „So haben wir uns mit in Frage kommenden Dozenten, unter anderem auch von der Fachhochschule Koblenz, zusammengesetzt und gemeinsam ein praxisnahes Konzept für die Weiterbildungen entwickelt.“

Das Ziel war und ist, gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmen qualifizierte IT- Weiterbildung für ihre Mitarbeiter anzubieten. „Das hat potenzielle Interessenten, darunter viele Quereinsteiger, relativ schnell überzeugt“, so Meiser. Schlagkräftigstes Argument für die Qualifizierung: In vielen Firmen der Region müssen die Beschäftigten nicht nur über ureigenes Fachwissen verfügen. „Da sie oft mehrere Funktionen ausüben, sind sie gefordert, „unternehmerisch zu denken, Zusammenhänge zu erkennen und ihr Handeln auf Kunden ausrichten“, so Helms. Die Praxis fordert also Handeln in Prozessen – und das ist auch ein Kernstück der Qualifizierung zum Professional bei APO IT.

Nicht alle konnten oder wollten, so wie Erik Müller, beide Professional-Abschlüsse erwerben. Aber ein großer Teil der Teilnehmer für den „Strategen“, wie die letzte Professionalstufe beim IHK-Bildungszentrum Koblenz kurz genannt wird, kam aus der Weiterbildung zum Operativen Professional. „Wer einmal in diesem Rhythmus von Lernen und Arbeiten ist, der zieht die Sache bis zum Ende durch“, glaubt Dietmar Helms. Zudem wächst mit jeder Stufe die Routine und die Selbstständigkeit der Teilnehmer. Das zeigten letztendlich auch die erfolgreichen Absolventen der Prüfung zum Strategischen Professional, wo die Vorbereitung „nur noch“ für rund 450 Unterrichtsstunden konzipiert war.

Michael Rüttger, Prüfungsausschussvorsitzender der IHK Koblens

Umdenken bei Kandidaten und Prüfern
Doch nicht nur die Kandidaten haben in den vergangenen Jahren an Erfahrung gewonnen. Auch die Prüfer mussten viel Zeit und Engagement investieren. Das weiß Michael Rüttger, Vorsitzender des Prüfungsausschusses für den Strategische Professionals bei der Kammer Koblenz, am besten. Denn der Fachbuchautor mit profundem Informatikwissen, Inhaber der Werbeagentur Rüttger Mediendesign in Herschbach, ist noch Mitglied in diversen anderen Aufgaben- und Prüfungsausschüssen. „Wir haben alle Neuland betreten und mussten uns mit den wirklich komplexen Anforderungen der Prüfungsordnung sehr intensiv auseinander setzen“, sagt Rüttger. Nicht nur für die Kandidaten, auch für ihre Prüfer bedeutet das einen Wechsel im Denken und in der Herangehensweise: „Die geforderte Handlungsorientierung auch wirklich in evaluierbare Aufgaben umzusetzen, die den geforderten Standards entsprechen, ist nicht immer leicht.“

Diese Standards werden durch einen zentralen Aufgabenerstellungsausschuss bei der DIHK-Bildungs GmbH garantiert. Dort werden nach den Vorgaben der Prüfungsordnung Aufgaben erstellt, mehrfach bewertet und anschließend noch einmal von einem gesonderten Gremium freigegeben oder angepasst. Erst wenn alle Schritte durchlaufen sind, wird die Prüfung ausgegeben. „Ich kenne wirklich keine andere Fortbildungsprüfung, die so aufwändig für alle Beteiligten ist“, sagt Bernhard Meiser, bei der IHK verantwortlich für Fortbildungsprüfungen. Michael Rüttger stimmt zu: „Allein das Lesen der Projektarbeiten kostet pro Prüfer mindestens einen ganzen Tag.“

Der Zeitaufwand ist also groß: Bis zu insgesamt 200 Stunden pro Kandidat kommen im Verlauf der verschiedenen Abschlüsse auf die Prüfer zu, schätzen die Koblenzer. Aber es wird auch viel Engagement für die Sache in Form von Rückmeldung, Besprechung, Informationsaustausch gefordert. „Wir führen mit den Kandidaten vorab ein ausführliches Gespräch über die Herangehensweise und die Regularien. Trotzdem kommt es vor, dass sich ein Teilnehmer zwischendurch meldet, wenn er Schwierigkeiten mit seiner Prüfungsvorbereitung, etwa dem Umfang der Projektarbeit, hat“, so Rüttger.

Dass sich überhaupt qualifizierte Prüfer finden, liegt an den guten Beziehungen der IHK in der Region und daran, „dass wir unsere Prüfer pflegen“, wie Bernhard Meiser sagt: Kontinuierliche Fortbildung zum Beispiel in Veranstaltungen des DIHK oder bei eigenen Seminaren ist hier auch für die Prüfer selbstverständlich. Michael Rüttger nennt noch einen weiteren Grund: „Unternehmerische Verantwortung. Wer gute Leute sucht, muss auch dazu beitragen, sie auszubilden.“

Die Prüfungsfelder beim Strategischen Professional
Strategisches Prozessdenken, Projekt- und Geschäftsbeziehungen und Personalmanagement sind die drei großen Felder. Im Prüfungsteil „Strategische Prozesse“ müssen Beratungsgespräche geführt, ein Business-Case dokumentiert, eine Präsentation vorbereitet und durchgeführt und ein Fachgespräch absolviert werden. Bei „Projekt- und Geschäftsbeziehungen" wird eine Situationsaufgabe gestellt und im „strategischen Personalmanagement" führen Kandidaten und Prüfer ein situationsbezogenes Gespräch über Personalplanung, Personalführung, Personalentwicklung und Qualifizierung.


 

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