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Erfolgreich durch APO IT qualifizierte Mitarbeiter

Literaturtipps

Eine Auswahl von Veröffentlichungen im Kontext von APO IT

Arbeitsprozessorientierte Weiterbildung - APO IT

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Ein wichtiger Baustein für APO-IT: Lernprozessbegleitung

Seit vier Jahren arbeitet Michael Gottschalk, 35, als Systemadministrator in der EDV-Abteilung Diana-Klink in Bad Bevensen. Sein beruflicher Lebensweg ist durchaus typisch für viele, die qualifiziert im IT-Bereich arbeiten. Der heute 35jährige hat ursprünglich eine Elektriker-Lehrer absolviert, war zehn Jahre lang mit Messebau und einem PC-Service selbstständig, bevor er in der Diana-Klink begann. Nur einen Abschluss, der seine spezielle Qualifikation nachweist, den hat er nicht. Auch ein Grund, warum Michael Gottschalk „eine wirklich anerkannte Zertifizierung“ erreichen möchte.

Lernprozessbegleitung

Kurzinformationen über Rolle, Profil und Aufgaben der Lernprozessbegleitung

Umfassende Informationen über Lernprozessbegleitung

Deshalb nimmt er teil an einem Projekt, dass sich „APO-IT-Niedersachsen“ nennt. Am Ende der einjährigen, von der Europäischen Union geförderten Maßnahme können sich die Kandidaten für jedes der 29 Spezialistenprofile nach ISO 17024 zertifizieren lassen. „Ich finde diese Art der Weiterbildung sehr außergewöhnlich, da jeder Kandidat völlig frei ist, sich in seiner Art neue Kenntnisse anzueignen“, bewertet Michael Gottschalk das Vorgehen. „Und vor allem: ich werde nicht aus meinem Job und meinen Aufgaben herausgerissen. Im Gegenteil, meine Arbeitsprozesse sind Bestandteil meiner Weiterbildung.“ Nicht nur den hohen Praxisbezug generell sieht er als Vorteil an. Er schätzt vor allem „den raschen Kompetenzerwerb, weil nicht in synthetischen Laborprojekten“ gearbeitet wird.

Koordiniert und betreut wird das Projekt APO IT Niedersachsen von einem vierköpfigen Team, dessen Mitglieder alle selbst gestandene „ITler“ sind. „Wir wollen als Lernprozessbegleiter auf dem Weg zur Zertifizierung die Kandidaten so intensiv unterstützen, wie nur möglich“, sagt Projektleiterin Jele Oppermann.

Dabei geht es nicht um die Vermittlung fachlichen Wissens, sondern um Schlüsselqualifikationen und Reflexion des eigenen Handelns. Da die Kandidaten frei in der Auswahl des angestrebten Profils sind, finden sich im Projekt Netzwerk- und Systemadministratoren ebenso wieder wie Network Developer, User Interface Developer und Sales Advisor. Um allen gerecht zu werden, bietet das Team ein breit gefächertes Angebot an Workshops für die insgesamt 14 Teilnehmer an – zum Beispiel zum Thema „Konfliktmanagement“. Aber auch zu Themen wie „wirtschaftlich Handeln“ oder zu Belangen der Zertifizierung. Dazu kommt die persönliche und telefonische Betreuung mit Reflexionsgesprächen und Coaching. „Jeder von uns vieren betreut immer nur eine kleine Zahl von Kandidaten, so ist sicher gestellt, dass wir immer helfen und eingreifen können“, sagt Jele Oppermann. Dazu kommt die Internetplattform des Projekts, auf der die Kandidaten Informationen oder Lerninhalte abrufen können.

Überzeugungsarbeit hat sich gelohnt
Um die einzelnen Profile und die Methode APO IT bekannt zu machen, wurde im Vorfeld zu mehreren hundert Unternehmen Kontakt aufgenommen, beraten und informiert. Auch darüber, dass die Weiterbildung von der Europäischen Union gefördert wird und damit auf die Betriebe nur Kosten in Höhe von rund 1000 Euro für die eigentliche Zertifizierung zukommen. „Die Teilnehmergewinnung war nicht einfach“, erinnert sich die Projektleiterin. „Wir mussten viele Argumente entkräften, wie zum Beispiel, dass sich Unternehmen nicht in die Karten gucken lassen wollten.“ Überzeugen konnten die vier zumeist damit, dass gerade die arbeitsprozessorientierte Weiterbildung Bedürfnisse und konkrete Aufgaben des Unternehmens aufgreift.

Wie zum Beispiel bei Julia Werner. Die 28jährige ist bei der Nordmedia Mediengesellschaft der Bundesländer Niedersachsen und Bremen mbH beschäftigt. Zu den Aufgaben der IT- Systemadministratorin gehört neben der Administration und Pflege des Client-Server Netzwerk auf Windowsebene der User Support. Außerdem die Budgetverantwortlichkeit und der Einkauf im Bereich IT und Haustechnik und das Management der Telefonanlage, die Handyvergabe und der Support.

Bei der Suche nach einer umfangreicheren Fortbildung hat sich Julia Werner, die eine Ausbildung als IT-Systemkauffrau absolviert hat, aus mehreren Gründen für APO IT entschieden. „Das Wichtigste war für mich, dass das Profil und die Zertifizierung als IT Systems Administrator gut zu meiner bisherigen Tätigkeit passt und ich damit eine Qualifizierung in diesem Bereich nachweisen kann. So verbinde ich meinen kaufmännischen Background mit einer zusätzlichen technischen Ausbildung.“ Denn wie immer ihre beruflichen Pläne in der Zukunft aussehen - die Zertifizierung hat positives Gewicht für ihr weiteres Fortkommen, davon ist Julia Werner überzeugt. „Schon allein, weil hinter der Entwicklung von APO IT und der Durchführung renommierte Institutionen stehen.“

Dazu kommt, dass ihr Projekt, was sie im Rahmen der Zertifizierung bearbeitet, eine Server-Umstellung ist, die bei Nordmedia ohnehin gerade ansteht. „So kann ich alltägliche Arbeitsprozesse und Weiterbildung gut miteinander vereinbaren“, heißt ihr Fazit. Dennoch wird von ihr, wie von den anderen Kandidaten, auch Engagement in der Freizeit verlangt. Die Systemadministratorin ist zurzeit mit einer reduzierten Stundenzahl beschäftigt. „Wenn die Zahl der Workshops, wie jetzt, etwas weniger wird und die Dokumentation ansteht, dann werde ich meinen freien Tag nutzen, um weiter an der Vorbereitung auf die Zertifizierung zu arbeiten“, weiß Julia Werner schon. Auch die Abstimmung mit ihren fachlichen Beratern, zwei ehemaligen Kollegen, organisiert sie selbst, holt sch von dort wichtige Tipps und Unterstützung. Schließlich will sie im Herbst, wenn das Projekt APO-IT Niedersachsen offiziell endet, möglichst auch das Zertifikat auch in der Tasche haben.

„Teamarbeit“ nennt Andreas Tepe, Geschäftsführer der Firma Tepe GmbH in Dinklage die Auswahl und Entscheidung für APO IT. „Obwohl unser Mitarbeiter, Silas Bittmann, dabei die treibende Kraft gewesen ist.“ Der hatte sich gründlich über Weiterbildungsmöglichkeiten und Abschlüsse informiert und dann dem Geschäftsführer einen Vorschlag gemacht. „Gemeinsam mit APO IT-Niedersachsen haben wir dann lange und gründlich überlegt, welches Profil für unseren Mitarbeiter wohl das richtige sein könnte – und haben uns dann für den IT Sales Advisor entschieden“, schaut Andreas Tepe zurück. Das Unternehmen engagiert sich aus mehreren Gründen. Das ist zu einem, „weil wir einen qualifizierten Mitarbeiter schätzen und ihm im Unternehmen Perspektiven eröffnen wollen. Dabei spielt die Förderung durch die EU bei diesem Modell für Andreas Tepe nur eine untergeordnete Rolle. „Aber eine APO-IT Weiterbildung als solches ist für uns als Mittelständler eine gute Sache, weil sie Lernen und Beruf praktikabel unter einen Hut bringt. Das wäre für unser Unternehmen sonst sehr viel schwieriger geworden.“

APO IT Niedersachsen

Im September 2004 ist APO IT-Niedersachsen an den Start gegangen und wird für zwölf Monate von der EU gefördert. Mittlerweile liegen dem Projektteam Anfragen aus Unternehmen nach einer Fortsetzung vor.

Kontakt:
Gabriele Oppermann
Projektbüro Klein Witzeetze 14,
29482 Küsten
Telefon: 05864/ 986875

Auch bei der Auswahl des Projekts, an dem Silas Bittmann im Rahmen seiner Zertifizierung arbeitet, haben Chef und Mitarbeiter gemeinsam entschieden. Denn die Firma mit rund 150 Mitarbeitern und zwei Niederlassungen in Dinklage und Friedersdorf in Brandenburg will ihre bisherige IT-Abteilung zu einem Systemhaus ausbauen. Schon jetzt hat das Unternehmen mit den Kabel- und Rohrnetzbau und Elektrotechnik zwei Standbeine. „Wir bieten unseren Kunden in Zukunft Service aus einer Hand an“, heißt das große Ziel. Diesen Bereich ganz neu aufzubauen und Kunden zu akquirieren, gehört zu den Aufgaben von Bittmann, der sich deshalb auch nicht für eines der eher technisch orientierten Profile entschieden hat, sondern für den IT Sales Advisor. Auch wenn es um fachliches Wissen geht, bekommt Bittmann Unterstützung. Nicht nur der Geschäftsführer selbst, der in kaufmännischen Dingen mit Rat und Tat zur Seite steht, noch zwei weitere Mitarbeiter teilen sich die Rolle des fachlichen Beraters. Andreas Tepe ist jedenfalls von der arbeitsprozessorientierten Weiterbildung überzeugt: „Von dem Teilnehmer wird ja viel verlangt. Er muss sich durchaus in seiner Freizeit engagieren. Davon profitiert er, aber auch wir als Unternehmen, also ist doch klar, dass wir ihn unterstützen.“ Zum Beispiel mit Freistellung von der Arbeit für die Workshops oder mit der Übernahme der Fahrtkosten. Teamarbeit eben.


 

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