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Arbeitsprozessorientierte Weiterbildung - APO IT

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User Interface Developer

Michael Peschke, Rheinmetall Defence Electronics GmbH

Mehr als nur Fachinformatiker
Alle reden vom lebenslangen Lernen. Michael Peschke tut es. Noch ist es gar nicht so lange her, dass er seine Ausbildung zum Fachinformatiker abgeschlossen hat. Aber für den 25jährigen stand schon immer fest: „Ich will weiterkommen.“ Gesagt, getan: Bei der Alternative „Studium oder Weiterbildung“ fiel die Wahl ganz schnell auf Weiterbildung – möglichst berufsbegleitend, „damit ich meine Stelle nicht aufgeben musste.“ Über einen ehemaligen Mitauszubildenden hörte der 25jährige von der Möglichkeit, sich als Spezialist zertifizieren zu lassen – und nahm Kontakt zu APO IT Niedersachsen auf.

Dort wird die Lernprozessbegleitung für etliche der 29 Spezialistenprofile angeboten – und die Fachleute waren auch schnell bereit, mit Michael Peschke und seinem Teamleiter, Ewald Finke ein intensives Beratungsgespräch zu führen. „Das war auch gut so“, erinnert sich Michael Peschke. Denn in dem Unternehmen, in dem er beschäftig ist, der Firma Rheinmetall Defence Electronics GmbH in Bremen, war diese besondere Art der Qualifikation noch weitgehend unbekannt. Und auch bei Michael Peschke galt zuerst das größte Interesse dem Profil des User Interface Developers. „Das baut eben genau auf dem auf, was ich hier ohnehin beruflich mache, nämlich Nutzerschnittstellen zu entwickeln“, freut sich der junge Mann. In seinem Zertifizierungsprojekt beschäftigte er sich mit der „Nachbildung von Geräten zur Brandbekämpfung und ihre Einbindung in einen Schiffs-Sicherheits-Trainer“.

„Ein Profil, das genau passt“
Von Vorteil für die Durchführung der Weiterbildung ist, „dass ohnehin die Neuentwicklung eines Ship-Security-Trainers geplant war und damit größtmögliche Synergie für das Zertifizierungsprojekt erzeugt wird“, sagt Teamleiter Ewald Finke. So konnte sich der angehende User Interface Developer in mehrfacher Hinsicht der Unterstützung gewiss sein. Die Lernprozessbegleitung fand in Form von Workshops statt, die aber nicht obligatorisch waren. „Manche Themen, wie zum Beispiel Präsentation, kannte ich noch aus meiner Ausbildung“, erinnert Peschke. Das Unternehmen räumte ihm nicht nur Zeit für die rund einjährige Weiterbildung am Arbeitsplatz ein. Es übernahm auch alle anfallenden Kosten, die nicht durch die Förderung des Europäischen Sozialfonds abgedeckt wurden. „Ich kenne andere Teilnehmer, die das selbst bezahlen mussten“, weiß er. „Da hätte ich dann sicher auch länger überlegen müssen.“

Aber wie in vielen Firmen wird auch bei Rheinmetall Defence Electronics eine kontinuierliche Weiterbildung von den Mitarbeitern erwartet, verlangt und unterstützt. Fachlicher Berater ist deshalb auch Rolf Lange, ein Kollege von Michael Peschke, der sich die Zeit nimmt, mit ihm Fragen und Probleme zu diskutieren. Was zählt für ihn denn zu den wichtigen Erkenntnissen aus seiner Weiterbildung? „Ich glaube, die Auswahl des Profils war genau richtig“, ist er sich sicher. „Viele der Prozesse, die auch in der Dokumentation geschildert werden müssen, führe ich jeden Tag am Arbeitsplatz durch. Lernen und Arbeiten sind damit sehr eng verzahnt.“

Konsequenz und eigenes Engagement auch in der Freizeit hält er außerdem für unverzichtbar, wenn jemand, so wie er, weiter Karriere machen will. Die Workshops besucht Michael Peschke zum Beispiel, indem er die Gleitzeitregelung seines Unternehmens nutzt. Und gelernt wird auch nach Feierabend oder am Wochenende. Rund einhundert Stunden Arbeit stecken in seiner Dokumentation schätzt Peschke. Aber das ist es ihm wert, wie er sagt. Schließlich hat er ja noch einen langen Berufsweg vor sich und Pläne für die Karriere. „Mit der Zertifizierung kann ich beweisen, dass ich an mir arbeite und mein Wissen ständig erweitere – sicher ein Vorteil für den weiteren beruflichen Werdegang und für mein Fortkommen.“


 

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01.12.2008 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org