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European e-Competence Framework - Ein gemeinsamer europäischer Rahmen für ITK Fach- und Führungskräfte aller Branchen

Nach zwei Jahren internationaler Zusammenarbeit von Stakeholdern und Experten aus Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) sowie der Personalentwicklung steht der europäische e-Competence Framework (e-CF) für die europaweite Anwendung bereit. Der Rahmen besteht aus 32 gemeinsam definierten Kompetenzen, wie sie von ITK Fach- und Führungskräften am Arbeitsplatz benötigt werden.

Eine europäische Referenz für alle ITK-Branchenakteure

Dieses gemeinsame europäische Instrument kann von ITK Hersteller- und Anwender-
unternehmen, Fach- und Führungskräften, Personalabteilungen, der öffentlichen Verwaltung, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Ausbildungs-
stätten gleichermaßen verstanden und verwendet werden. Die Branche verfügt damit erstmals über eine gemeinsame europäische Referenz, um ITK-Kompetenzanforderungen in trans-nationalem Umfeld zu kommunizieren. Der European
e-Competence Framework 1.0 liefert eine solide und klare Orientierung für Unternehmen und sonstige Branchenakteure, die Entscheidungen zu Personalorganisation, Karrierewegen, Training, Assessment etc. zu treffen haben. Der Rahmen benennt Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen, wie sie von Industrie und öffentlicher Verwaltung am ITK Arbeitsplatz gebraucht werden.

32 ITK-Kompetenzen für Fach- und Führungskräfte auf einer europäischen Skala
Der europäische Referenzrahmen für ITK-Kompetenzen verbindet die nationalen und firmeninternen Systeme untereinander und bereichert sie zugleich um eine europäsiche Dimension. 32 Kompetenzen für Fach- und Führungskräfte sind nach fünf Hauptgeschäftsfeldern klassifiziert. Diese sind weiter spezifiziert auf fünf Leistungslevels
(e-1 bis e-5), welche sich an den Levels 3-8 des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) orientieren. Dies liefert eine europäische Grundlage für international effiziente Personalplanung und
-entwicklung.

Struktur und Aufbau des Rahmens
Der e-Competence Framework ist vierdimensional aufgebaut. Die vier Dimensionen geben unterschiedliche Ebenen von Geschäftsprozessen und Personalplanung wieder:

  • Dimension 1 unterscheidet fünf e-Competence-Bereiche. Diese orientieren sich an den fünf ITK-Geschäftsprozessen
    PLAN - BUILD - RUN - ENABLE - MANAGE.
  • Dimension 2 definiert die wesentlichen Kompetenzen für jeden Bereich auf einer allgemeinen Ebene. Insgesamt 32 Kompetenzen liefern die generischen Definitionen des Frameworks.
  • Dimension 3 gestaltet diese 32 Kompetenzen levelspezifisch aus. Levelspezifikationen auf den Levels e-1 bis e-5, in Beziehung zu EQF Levels 3-8, geben europäische Referenzen für unterschiedliche Leistungsniveaus jeder Kompetenz.
  • Dimension 4 verweist auf Wissen und Fertigkeiten, die für eine Kompetenz relevant sein können. Diese Angaben sind optional und zur Inspiration gedacht, und bieten dabei die entscheidende Brücke zu Ausbildungsangeboten.

Anwendungs-Leitfaden für unterschiedliche Perspektiven
Um Verständnis und Anwendung des Rahmens in verschiedenen Kontexten zu unterstützen, wurde ein ergänzender Leitfaden entwickelt. ITK-Akteure - Hersteller- und Anwenderfirmen, öffentliche Verwaltung, Fach- und Führungskräfte, Personalplaner, Arbeitsuchende, Ausbildungs-
stätten, Personalbüros, Gewerkschaften und Arbeitgeber - finden hier grundlegende Erklärungen zu Kontext, Hintergrund und Methodik des e-CF sowie eine Einführung dazu, wie sich der Rahmen nach spezifischen Bedürfnissen anpassen und nutzen lässt. Auch die Verbindungen zum deutschen IT-Weiterbildungssystem und den IT-Ausbildungsberufen werden in Kap. 4 exemplarisch aufgezeigt.

Entstehungshintergrund
Der European e-Competence Framework wurde von einer hohen Anzahl europäischer ITK- und Personalexperten im Kontext des CEN/ISSS Workshop on ICT Skills gemeinsam entwickelt. Um europäisches Einvernehmen und sinnvolle Egebnisse auf internationaler und nationaler Ebene zu erzielen, war die europaweite Einbindung von Vertretern aus Industrie, Politik und Ausbildung entscheidend für die gesamte Entwicklung. Das CEN Workshop Agreement "European e-Competence Framework", bestehend aus Framework und User guidelines, wurde im Oktober 2008 über das Europäische Kommitee für Normung (CEN) publiziert.

Auf dem Weg zu einem europäischen ITK-Sektorrahmen
Der European e-Competence Framework ist mit der erste europäische Sektorrahmen, der unmittelbar an den EQR anknüpft und allen Vertretern der europäischen ITK-Branche einen gemeinsamen Bezugspunkt bereit stellt. Die in Englisch verfasste Broschüre stellt den
e-Competence Framework sowie weitere europäische ITK-Branchenkooperationen zum Thema vor, begleitet von Statements aus Wirtschaft, Politik und Bildung.
Engl. Originaltitel: Towards a European ICT sector framework. Addressing ICT competence demand and qualification supply in Europe. Trends, products and multistakeholder activities.


 

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21.05.2012 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org