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APO IT stellt sich in Japan vor
APO IT stellt sich in Japan vor
Was können Japaner und Deutsche von einander lernen, wenn es um Qualifizierung für IT-Professionals geht? Das Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik (ISST) veranstaltete am 30. November 2005 das deutsch-japanische Seminar „Advanced Training and Employment in the IT branch“.
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Downloads und Webadressen Kenji Ogawa von der Information Technology Promotion Agency (IPA) Japan: IT Skill Standard Overview IPA: Skill Standard for IT Professionales Das Programm für die japanische Industrie Megumi Kogomo, NEC Soft Ltd. Standards und Angebote systematischer Karriere Dr. Werner Altmann, Gesellschaft für Informatik IT-Spezialisten- und Professionalprofile in Deutschland Professor Herbert Weber, Fraunhofer ISST Notwendigkeit systemischer Karriere-Planung Karl-Heinz Hageni, Repräsentant der IG Metall APO – systematisches Lernen im Arbeitsprozess und Zertifizierung IPA Human Resources Development for IT Profesionals: Japan Dr. Walter Mattauch, Fraunhofer ISST Das Zertifizierungsverfahren für IT-Spezialisten Kenji Ogawa von der
Information Technology Promotion Agency (IPA) umriss Entwicklungen der
japanischen IT-Industrie, die uns in Deutschland nur allzu bekannt ist:
Eine Verlagerung der Skills von Hardware- über Software- zu
Serviceleistungen, gleichzeitige Übernahme von Teilen der
Softwareentwicklung in Indien oder China. Profile wie IT-Architekt,
Projektmanager und Berater gewinnen zunehmend an Bedeutung, Der
IT-Spezialist mit sehr guten Softskills ist mehr und mehr gefragt. „Die
Entwicklung der Skills und Kompetenzen von IT-Engineers ist eine
dringendes Muss für die japanische Industrie und ihre Beschäftigten“,
so Ogawa. Der japanische IT-Beschäftige hat wie sein deutscher Kollege
vergleichbare Ausgangsbedingungen: Ähnliches Lohniveau, Konkurrenz
durch Billiglohnländer; aber auch weiterhin gute Chancen als
IT-Fachkraft gefragt zu sein. Bedingung ist, er entwickelt sich als
IT-Spezialist weiter. IPA hat in 2002 ein „Skill
Standard for IT Professionales“
(http://www.ipa.go.jp/english/humandev/second.html )
entwickelt, ein Programm für die japanische IT Industrie. Unternehmen
wie NEC greifen dieses Modell auf:„Karriereentwicklung und Erhöhung der
Mitarbeiterzufriedenheit sind essentiell für unseren Unternehmenserfolg!" Megumi Kogomo von von
NEC Soft Ltd. betont die Entwicklung von Standards und Angeboten
systematischer Karriereentwicklung für ihre IT-Mitarbeiter.
Seit 2002 gibt es für Unternehmen und IT-Beschäftigte auch in
Deutschland einen Standard und ein Instrument für systematische
Karriereentwicklung: das IT-Weiterbildungssystem APO IT (engl.
Bezeichnung „AITTS“ für Advanced IT Trainingssystem) stand im
Mittelpunkt der deutschen Experten-Beiträge. Anhand der
IT-Spezialisten- und Professionalprofile zeigte Dr. Werner Altmann von
der Gesellschaft für Informatik aktuelle und zukünftige Anforderungen
an Skill-Profile. Professor Herbert Weber, Fraunhofer ISST, betonte die
Notwendigkeit systemischer Karriere-Planung von IT-Beschäftigten in der
deutschen IT-Branche insbesondere auch für Informatiker mit
Hochschulabschluss. Nicht nur einige High-Potentials dürfen in den
Genuss von Personalentwicklung und Qualifizierung nach dem
Hochschulstudium kommen. Die Umsetzung kontinuierlicher Weiterbildung
in Orientierung an den Arbeitsprozessen gilt als Herausforderung in der
IT-Industrie und Hochschulen gleichermaßen. Joint Ventures von
Industrie, Forschung und Hochschule bieten hier einen wichtiger
Lösungsansatz.
Wie systematisches Lernen im Arbeitsprozess mit Hilfe von AITTS
organisiert wird, zeigte Karl-Heinz Hageni als Repräsentant der IG
Metall auf. APO – systematisches Lernen im Arbeitsprozess und
gleichermaßen die Möglichkeit der internationalen Zertifizierung des
Gelernten. Auch von japanischer Seite wurde die Notwendigkeit von
internationalen Zertifizierungen bestätigt. Dr. Walter Mattauch,
Fraunhofer ISST, erläuterte das Zertifizierungsverfahren für
IT-Spezialisten. Perspektivisch bietet APO IT auch die Anerkennung
beruflich erworbener Kompetenzen auf Bachelor-Studiengänge. Die Währung
sind Kreditpunkte (ECTS). Spannende Perspektiven für IT-Spezialisten
und IT-Professionals, die auch in Japan mit Interesse verfolgt werden.
Spontan projizierte ein japanischer Professor aus dem Publikum eigene
Folien von den Entwicklungen der Bachelor-Systematik in Deutschland. Rückblickend ein erfolgreicher Austausch: Sogar über die aktuellen
Entwicklungen unseres eigenen Hochschulsystems konnten wir Deutsche von
Japanern lernen. |
