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IT-Bildungslexikon

APO-Konzept

Als APO-Konzept wird das Konzept zur "Arbeitsprozessorientierten Weiterbildung" bezeichnet, wie es vom → Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) der Fraunhofer Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung (GAB) im Auftrag der Sachverständigen für die Erarbeitung der "Verordnung über die berufliche Fortbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik" zur daktisch-methodischen Umsetzung des IT-Weiterbildungssystems entwickelt wurde (www.apo-it.de). Das Konzept zielt darauf ab, Lernen und Arbeiten eng miteinander zu verbinden. Da in einem realen → Transferprojekt gelernt wird, orientieren sich die Lernziele am Arbeitsprozess und der Kompetenzerwerb erfolgt integriert in dem Arbeitsprozess.

Im APO-Konzept ist folgender Ablauf für ein Transferprojekt vorgesehen:

  1. Auswahl eines geeigneten Transfer- bzw. Weiterbildungsprojekts (bzw. mehrerer Transferprojekte oder kontinuierlicher Prozesse) im betrieblichen Umfeld entsprechend dem jeweiligen → Referenzprojekt der einzelnen → Profile.
  2. Planung der Weiterbildung in einer Qualifizierungsvereinbarung (die Qualifizierung hat Empfehlungscharakter), ausführliche Projektplanung und Fixierung der persönlichen Qualifizierungsziele.
  3. Durchführung der einzelnen Projektabschnitte, die vorher je nach Kenntnisstand der Teilnehmer oder des Teilnehmers und von ihr oder ihm selbstständig mit methodischer und fachlicher Unterstützung vorbereitet werden.

Beim APO-Konzept entstehen Lernanlässe aus dem Projektzusammenhang. Fehlendes Fachwissen wird dabei in der Regel im Selbststudium oder durch den → Fachlichen Berater erlangt, kann aber auch in Ausnahmefällen in → Lehrgängen, Seminaren oder Kursen erworben werden. Unterstützung des Teilnehmers sowohl in der Vorbereitung als auch in der Durchführung der Projektabschnitte erfolgt durch einen → Lernprozessbegleiter und eine fachliche Beratung durch Fachlichen Berater oder erfahrene Kolleginnen und Kollegen. In regelmäßigen Reflexionsgesprächen mit dem Lernprozessbegleiter wertet der Teilnehmer seine Arbeit aus, wird sich des Lernertrages seiner Erfahrungen im Transferprojekt bewusst und dokumentiert diese. Das Projekt wird angelehnt an die Prozesse des Referenzprojekts dokumentiert. Dabei weist die → Dokumentation die Projektbearbeitung nach und ist Grundlage für die → (IT)Zertifizierung. Die Richtlinien zur Zertifizierung sind im → Normativen Dokument des IT-Sektorkomitees auf der Seite www.it-sektorkomitee.de festgelegt. Vgl. auch → Qualifizierung, Learning on the job, arbeitsgebundenes Lernen etc.

 

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18.11.2008 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org