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Erfolgreich durch APO IT qualifizierte Mitarbeiter

Literaturtipps

Eine Auswahl von Veröffentlichungen im Kontext von APO IT

Arbeitsprozessorientierte Weiterbildung - APO IT

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Mehr als nur selbst ernannter Experte

Lernen spielt im Leben von Thomas Kohlthoff einen große Rolle, denn in seinem Berufsleben hat er sich bisher beständig weitergebildet. Gerade beginnt der Hamburger zum Beispiel mit der Qualifizierung als Operativer Professional.

Dabei liegt seine Zertifizierung als IT Systems Administrator noch gar nicht so lange zurück. Thomas Kohlthoff war und ist bei der Firma MTG Marinetechnik GmbH als Systemadministrator beschäftigt, auch schon vor seiner offiziellen Zertifizierung. Warum dann also noch die Qualifizierung nach der APO IT? „Ich will meinen Beruf nicht nur gut beherrschen. Im Gegensatz zu manchem selbsternannten Experten will ich auch den nötigen Nachweis haben“, sagt der 39jährige. Ausbildung und Berufserfahrung – die hat Thomas Kohlthoff: Zuerst die Lehre als Elektroinstallateur, dann als Soldat auf Zeit die Offiziers-Laufbahn zum Hauptmann bei der Bundeswehr. „Dabei habe ich die Chance genutzt, Elektrotechnik zu studieren und meinen Abschluss als Diplom-Ingenieur erworben“, berichtet er. Den Übergang von der Bundeswehr in das zivile Berufsleben hat er schnell geschafft: Er arbeitete sich in die Aufgabe eines System- und Netzwerkadministrators ein. „Was mir aber immer noch fehlte, war der formale Abschluss.“ Ein Freund machte ihn auf die APO IT und die Möglichkeit der berufsbegleitenden Qualifizierung aufmerksam – und die Firma MTG sicherte Unterstützung zu. „Eigenverantwortung und Engagement beim Thema Weiterbildung fördern wir gerne“, sagt Abteilungsleiter Ulrich Keil. So hat das Unternehmen alle Kosten übernommen, die nicht durch die Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF) abgedeckt waren – aber nicht nur das. „Ich habe auch Zeit und Freiräume zum Lernen bekommen“, freut sich Thomas Kohlthoff. Qualifiziert haben sich Kohlthoff und vier weitere Kandidaten am Arbeitsplatz und im Projekt „Informationstechnologie und arbeitsprozessorientierte Weiterbildung“ (ITAQU), in dem zur Zeit IT Systemadministratoren, Trainer und Sales Advisor zum Spezialisten weiter gebildet werden. Zur Zeit werden dort rund 50 weitere Teilnehmer in unterschiedlichen Stufen ausgebildet. Nach rund 14 Monaten, zu Beginn des Jahres 2005, hatte auch Kohlthoff seine Zertifizierung in der Tasche. Die fachlichen Berater stammten aus der eigenen Firma, die Lernprozessbegleitung hatte die Firma Compers Computer Personalberatung GmbH übernommen.

Am Anfang steht die Beratung
Dierk Harder, Geschäftsführer von ComPers, steht nicht nur überzeugt hinter der APO IT, er ist mit ITAQU auch neue Wege gegangen: „APO IT ist keine Ausbildung von der Stange“, weiß er. Darum hat er in der Phase der Teilnehmerakquisition auch ganzheitlich beraten. „Wir sind nicht mit dem Ziel zu den Firmen gegangen, ausschließlich für die Spezialistenzertifizierung zu werben. Wir haben nach dem Bedarf und den Bedürfnissen gefragt und danach entschieden, was in Einzelfall das Richtige ist.“ Harder, der gerade selbst als „Certified Business Consultant“ Professional geworden ist, informiert bei Gesprächen immer über beide Wege – den zum Spezialisten und den zum Professional. Und er kennt die Schwierigkeiten der Unternehmen: Da ist nicht nur viel Aufklärungsarbeit gefragt – sondern es müssen auch ganz konkrete Hindernisse überwunden werden. Zum Beispiel, wer überhaupt sich für welches Profil eignet und welches Projekt er in der Vorbereitung zur Zertifizierung bearbeiten kann. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist da viel Kontakt und Beratung gefragt. So führen die Mitarbeiter vom ComPers vor dem Start auch eine genaue Arbeitsplatzanalyse durch, mit der sich die Weiterbildung wirklich individuell planen lässt. Eine mögliche Hürde für Betriebe, die Finanzierung, wurde durch die Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit aus dem Weg geräumt. Andere Probleme auf dem Weg zum Spezialistenzertifikat konnten durch die Zusammenarbeit mit der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg gelöst werden.

Wissenschaftliche Begleitung für den Lernerfolg
Thomas Schröder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Berufsbildung, Weiterbildung & Telematik der Bundeswehr-Hochschule skizziert den Ansatz, den ITAQU verfolgt, so: „Lernprozessbegleiter wollen ja nicht die klassische Lehrerrolle übernehmen. Von Ihnen wird, genau wie von den Teilnehmern, neues Denken, verändertes Handeln erwartet.“ Dieses neue Rollenverständnis und die dafür nötigen Instrumente zu entwickeln, war Teil der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts. Genau so wie die Analyse und Ermittlung des konkreten Weiterbildungsbedarfs der Lernenden, aus dem dann die individuellen Bildungspläne und die Kompetenzworkshops entwickelt wurden. „Wir wollen die Arbeit lernförderlich gestalten“ hieß der Grundsatz zum Beispiel bei den Arbeits- und Lernaufgaben für die Teilnehmer. Und das gilt auch für die Reflexionsgespräche der Lernprozessbegleiter mit den Teilnehmern, die schon als Grundlage der späteren Dokumentation dienen sollen. Die Wissenschaftler begleiten ITAQU aber auch darüber hinaus: Interviews mit den Kandidaten, Beobachten der einzelnen Schritte des Lernprozesses und Analyse der Vorgehensweise münden in Feedback für die Lernprozessbegleiter, um die Qualifizierung weiter zu optimieren. Die Ergebnisse werden im kommenden Jahr im Rahmen einer wissenschaftlichen Veröffentlichung einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. „Wir erhoffen uns, dass auch andere Bildungsträger und Unternehmen aus diesen Erfahrungen einen Nutzen ziehen können“, so Schröder. Thomas Kohlthoff jedenfalls sieht in den Workshop- und Seminartagen, vor allem aber auch im individuellen Coaching, einen Teil seines Erfolges. „Mein Lernprozessbegleiter hat mich auch in schwierigen Phasen bei der Stange gehalten“, sagt er heute. Denn einiges sieht der IT-Spezialist auch an der APO IT durchaus skeptisch. „Während meines Studiums war ich es ja gewohnt, wissenschaftlich zu arbeiten. Die Dokumentation verlangt aber eine ganz andere Herangehensweise, das ausführliche schriftliche Reflektieren über Prozesse und Handlungen.“

Großes Interesse an den IT- Professionals
Nur bei den Spezialisten soll es bei ITAQU nicht bleiben. Dierk Harder hat sich zum Ziel gesetzt, rund 100 Operative Professionals in Norddeutschland in den kommenden zwei Jahren zu qualifizieren. Ein ehrgeiziges Ziel? „Teilweise war es für uns leichter, Firmen und Kandidaten für die Professional-Qualifizierung zu gewinnen, als für die Spezialistenweiterbildung“, resümiert der ITAQU-Projektleiter. „Das hängt wohl zum einen damit zusammen, dass bestimmte Unternehmen, wie etwa Systemhäuser, von ihren Projektleitern quasi den Professional verlangen“, weiß Harder. Zum anderen ist hier wohl auch der Aufklärungsbedarf weniger groß, als bei den Spezialisten. Dazu kommt die angestrebte Durchlässigkeit zum Studium, die der Professional ja verspricht. „18 bis 24 Monate Qualifizierungsdauer, das ist für alle Seiten überschaubar“, glaubt der ComPers-Geschäftsführer. Zumal im Sinne eines Blended Learning die einmal monatlich an Freitagen und Samstagen geplanten Workshops von E-Learning-Anteilen und Lernen am Arbeitsplatz ergänzt werden. Eigenverantwortung müssen die Teilnehmer auch hier beweisen: Zum Beispiel, wenn sie mit Kurzvorträgen oder Umsetzungsbeispielen aus dem eigenen Unternehmen zu Workshopthemen ihre Mitlerner überzeugen sollen. Großes Interesse hat Harder vor allem an den Profilen des IT-Business-Managers (Projektleiter), IT Business Consultant (Berater) und des IT-Marketing-Managers (Ökonom) festgestellt und bietet eine deshalb auch in Hamburg und Hannover eine Qualifizierung dazu an. Auch wer den Einstieg verpasst haben sollte, kann nachrücken. „Thomas Kohlthoff will in jedem Fall dabei sein. Warum er sich für die Professionalqualifizierung angemeldet hat? „In meinem Ausbildungsberuf habe ich den Gesellenbrief und durch die Zertifizierung quasi auch in meinem zweiten. Jetzt will ich mit dem Professional noch den Meister draufsetzen.“

Qualifizierung zum Spezialisten und zum Professional
Für alle angebotenen Weiterbildungen im Rahmen von ITAQU können sich noch Teilnehmer anmelden.


 

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18.11.2008 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org