|
Wissenschaftliche Begleitung für den Lernerfolg
Thomas Schröder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Berufsbildung, Weiterbildung & Telematik der Bundeswehr-Hochschule skizziert den Ansatz, den ITAQU verfolgt, so: „Lernprozessbegleiter wollen ja nicht die klassische Lehrerrolle übernehmen. Von Ihnen wird, genau wie von den Teilnehmern, neues Denken, verändertes Handeln erwartet.“ Dieses neue Rollenverständnis und die dafür nötigen Instrumente zu entwickeln, war Teil der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts. Genau so wie die Analyse und Ermittlung des konkreten Weiterbildungsbedarfs der Lernenden, aus dem dann die individuellen Bildungspläne und die Kompetenzworkshops entwickelt wurden. „Wir wollen die Arbeit lernförderlich gestalten“ hieß der Grundsatz zum Beispiel bei den Arbeits- und Lernaufgaben für die Teilnehmer. Und das gilt auch für die Reflexionsgespräche der Lernprozessbegleiter mit den Teilnehmern, die schon als Grundlage der späteren Dokumentation dienen sollen.
Die Wissenschaftler begleiten ITAQU aber auch darüber hinaus: Interviews mit den Kandidaten, Beobachten der einzelnen Schritte des Lernprozesses und Analyse der Vorgehensweise münden in Feedback für die Lernprozessbegleiter, um die Qualifizierung weiter zu optimieren. Die Ergebnisse werden im kommenden Jahr im Rahmen einer wissenschaftlichen Veröffentlichung einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. „Wir erhoffen uns, dass auch andere Bildungsträger und Unternehmen aus diesen Erfahrungen einen Nutzen ziehen können“, so Schröder.
Thomas Kohlthoff jedenfalls sieht in den Workshop- und Seminartagen, vor allem aber auch im individuellen Coaching, einen Teil seines Erfolges. „Mein Lernprozessbegleiter hat mich auch in schwierigen Phasen bei der Stange gehalten“, sagt er heute. Denn einiges sieht der IT-Spezialist auch an der APO IT durchaus skeptisch. „Während meines Studiums war ich es ja gewohnt, wissenschaftlich zu arbeiten. Die Dokumentation verlangt aber eine ganz andere Herangehensweise, das ausführliche schriftliche Reflektieren über Prozesse und Handlungen.“
|