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IT Service Advisor

Angelika Kittler, Schuster & Walther IT-Business AG, erste IT-Kundenbetreuerin

Das Zertifikat als Nachweis des Könnens
Angelika Kittler hat sich „beruflich eine Nische erobert“. Die 42jährige ist seit einigen Monaten „IT Service Advisor“, übrigens die erste bundesweit. Beschäftigt ist sie bei der Firma Schuster & Walther IT-Business AG, einem mittelständischen Systemhaus in Nürnberg, Würzburg und Bayreuth, das zu seinen Kunden unter anderem viele Rechtsanwälte und Steuerkanzleien zählt. Und hier schließt sich der Kreis für Angelika Kittler, denn begonnen hat sie ihre berufliche Laufbahn einmal als Anwaltsgehilfin. Über verschiedene Berufsstationen, auch in einem Softwarehaus für Anwälte, erarbeitete sie sich Erfahrung in der IT und konnte beide Wissensbereiche miteinander kombinieren. Nur der Nachweis Ihrer Kenntnisse und ein offizieller Abschluss fehlten bislang. Der aber „war mir wichtig in einer eher konservativen Branche, in der Titel eine erhebliche Rolle spielen“.

„Ich wollte mein Wissen unter Beweis stellen“
Das Spezialistenprofil des IT Service Advisors passt nicht nur perfekt zur Tätigkeit von Angelika Kittler, „der Abschluss hat für mich auch mehr Wert, als ein produktbezogenes Zertifikat.“ Denn mit der Zertifizierung hat sie genau die Vielseitigkeit an Kenntnissen nachgewiesen, die sie tatsächlich auch beruflich einsetzt. „Mein Schwerpunkt liegt ganz klar in der Kundenbetreuung“, sagt Angelika Kittler. „Aber ich kann eben auch Vertriebspräsentationen halten, einen User im Netzwerk anlegen, Schulungen übernehmen oder Support geben.“

Als Praktikerin noch den Nachweis ihres Könnens erwerben – das wollte Angelika Kittler

Als Praktikerin noch den Nachweis ihres Könnens erwerben – das wollte Angelika Kittler berufsbegleitend – und auf die Möglichkeit der Zertifizierung aufmerksam gemacht hat sie der Vorstand von Schuster & Walther, Dirk von Vopelius, der auch als Fachlicher Berater zur Seite stand. Ihn überzeugte die zweigleisige Anlage des Konzepts, das ein theoretisches Fundament bot, aber dennoch „eine wertvolle Mitarbeiterin nicht völlig aus dem Vertriebs- und Supportgeschehen unseres Unternehmens herausnahm. Insgesamt eine feine Lösung, an deren Ende eine motivierte Mitarbeiterin und zufriedene Kunden stehen.“

Auch für das eigene Unternehmen sieht von Vopelius einen Vorteil – nicht nur im Imagegewinn: „Wir stellen durch diese Ausbildung heraus, dass für Schuster & Walther qualifiziertes Personal und die damit verbundene Personalentwicklung in der IT Dienstleistungsbranche ein wichtiger Erfolgsfaktor ist“. Und vor allem: „Für uns ergeben sich durch diese Ausbildung Wettbewerbsvorteile und eine stärkere Motivation der Mitarbeiter durch den beiderseitigen Invest“, ist er überzeugt.

Angelika Kittler und ihr Chef haben während der Zertifizierung eng zusammen gearbeitet und dabei „ganz neue Formen der Zusammenarbeit ausprobiert“. Dank der elektronischen Lernplattform haben der Fachliche Berater und die Kandidatin öfter die Möglichkeit des Chats und der E-Mail genutzt, um sich auszutauschen oder Informationen zu übermitteln. Diskussionen über die Dokumentation wurden zum Beispiel häufig so geführt. Die „war aufwändig und hat einige Monate Zeit gekostet, aber ohne Aufwand und Nachweise einer Leistung ist ja auch ein solcher Titel nichts wert“, urteilt Angelika Kittler. Für die Zertifizierung hat sie insgesamt rund 20 Monate gebraucht und in dieser Zeit gleich drei Projekte bearbeitet und dokumentiert: „Einführung von Phantasy in eine Kanzlei“, „Erweiterung des Digitalen Diktatsystems mit Spracherkennung in eine Kanzlei“ und „Update mit Modifikationen am Datenbanktrafo einer Kanzlei“. Aus dieser, aber auch aus anderer Erfahrung weiß sie, wie wichtig es ist, Prozesse zu dokumentieren. „Vor allem in der Zusammenarbeit im Team habe ich gelernt, dass, was für mich völlig klar ist, für die anderen noch lange nicht verständlich sein muss.“


 

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18.11.2008 | © 1999-2006 by KIBNET Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerk | info@kibnet.org